Hochzeit Übersicht

Hochzeitsbilder sehen viele KundInnen als die wichtigsten Bilder im Leben an. Speziell nach der Jahrtausendwende und mit dem Einzug des Internets haben immer mehr Hochzeitspaare ein Gefühl dafür entwickelt, was gute Hochzeitsfotos ausmacht und überlassen die Fotos nur noch selten dem Zufall oder Onkel Willi mit der alten Kompaktkamera.

Wir Menschen sind absolute Meister im Beobachten und Interpretieren von Gesichtsausdrücken. Unterbewusst tun wir das immer und dauerhaft, sobald wir Kontakt zu anderen Menschen haben. Deswegen fällt es auch einem Laien, der sich nie für Fotografie interessiert hat, auf, wenn sich die Personen auf dem Bild unwohl fühlen.
Bei meinen Hochzeitsreportagen versuche ich, genau das zu verhindern. Doch wie geht das mit Personen, die nicht gerade Modell oder Fernsehmoderator sind und sich noch nie mit Wirkung von Mimik und Gestik beschäftigt haben?
Dafür habe ich verschiedene Tricks entwickelt, die sich je nach Programmpunkt im Laufe der Hochzeit unterscheiden.

Vorgespräch

Wichtig ist zunächst, dass die Chemie stimmt. Das wird gecheckt, indem wir uns bei einem kostenlosen und unverbindlichen Vorgespräch kennengelernt und Vertrauen zueinander aufgebaut haben. Wir besprechen den geplanten Ablauf der Hochzeit, reden über meine Vorstellungen von Hochzeitsbildern und vergleichen das mit Euren Wünschen und Ideen. Meist kommt man dabei auf einen Nenner und falls nicht, bleibt genügend Zeit, sich nach anderen Fotografen umzusehen.

Getting Ready

Wenn gewünscht, begleite ich die Braut / den Bräutigam schon bei den Vorbereitungen am Hochzeitstag wie z.B. beim Frisörbesuch, beim Schminken oder beim Zähneputzen in Schlips und Kragen. Dieser Teil der Reportage macht mir persönlich sehr viel Spaß. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, man kann beruhigend auf die ProtagonistInnen einwirken und nochmal über völlig andere Dinge als Hochzeit quatschen. Die Atmosphäre ist immer sehr locker und es entstehen oft wunderschöne und stimmungsvolle Fotos, die die Betrachter das Kribbeln der Vorfreude auf die Hochzeit spüren lassen.

Portraits

Die offiziellen Hochzeitsfotos vom Paarshooting sind meistens die Bilder, die den Weg auf den Kamin oder an die Wohnzimmerwand schaffen. Gerade bei diesen Fotos besteht die Kunst darin, nicht den oben beschriebenen gequälten „Lächeln-Muss-Gesichtsausdruck“ aufzulegen, sondern natürlich zu bleiben. Mein Geheimrezept dafür ist, sich Zeit zu nehmen und das Shooting nicht in ein 10-minuten Zeitfenster zu quetschen. Deswegen rate ich immer dazu, diese Bilder vor Beginn der Trauzeremonie zu machen, auch, wenn das Brautpaar sich dann bereits zu Gesicht bekommt.
Der Vorteil ist, dass man eine Stunde oder teilweise mehr Zeit hat, herumalbern kann und neben den steif wirkenden Klassikern Raum für kreative Fotos hat. Gerne baue ich das in kleine Geschichten ein und lasse das Paar verschiedene Situationen nachspielen, wie in einer Theaterszene. So wird die Konzentration auf die Handlung gelenkt, was zu natürlichen Bildern führt.
Wenn nicht anders möglich, können wir das Shooting auch nach der Trauung machen. Da alle Gäste dann warten müssen, versuche ich gerne, diese Variante zu vermeiden. Ein Ausweg ist, das Shooting am Vortag genau einzuüben und alles möglichst kompakt in 10-15 Minuten abzufotografieren. Zeit für Spaß und Spontanideen bleibt dabei aber selten.

Trauung

Ob Standesamt, Kirche oder eine freie Trauzeremonie im Hotelgarten oder am Wasser – jedes Paar hat andere Vorstellungen, wie der Höhepunkt des eigentlichen Hochzeitstages aussehen soll. Für mich gilt jedoch überall das Gleiche: Ich möchte möglichst wenig auffallen. Ich agiere weitestgehend aus dem Hintergrund. In der Kirche stehe ich während der Lieder auf und fotografiere Personen, während Details und Dekoration schon vor Beginn der Zeremonie fotografiert wurden. Die Kamera wird in einem „Silent-Programm“ betrieben. Niemals werde ich während der Trauansprache direkt um das Paar herumturnen und alle ablenken. Das schönste Lob im Anschluss ist die Aussage: „Mensch Wacker, das sind ja geile Bilder. Wann hast du die denn gemacht? Wir haben gar nicht mitbekommen, dass du da vorne warst!“

Reportage

Diese Fotos dokumentieren den Tagesablauf und lassen Spielraum für sehr emotionale und tolle Fotos, die aus der Situation heraus entstehen. Die Gratulationen der Gäste, Spiele vom Verein, das weinende Blumenstreukind oder die Gäste beim Sektempfang. Ich beobachte und fotografiere. Dabei versuche ich auch die vielen Details und Situationen festzuhalten, die das Brautpaar aus lauter Beschäftigung selbst gar nicht wahrgenommen hat.
Oftmals werden nach der Trauung auch Bilder mit Familien, Trauzeugen oder ein komplettes Gruppenfoto gewünscht, das ich auch gerne mit einem Kopter aus der Luft mache.

Feier / Party

Die Bilder sind ebenfalls Teil der Reportage und begleiten die Hochzeitsgesellschaft beim Fest. Während ich den ganzen Tag jede Möglichkeit genutzt habe, nur mit Tageslicht und Reflektoren zu arbeiten, kommt man im Dunkeln in vielen Fällen um ein Blitzgerät nicht herum. Ich habe viel Erfahrung mit einer guten Blitzausleuchtung ohne zu viele Reflexionen auf der Haut und bevorzuge einen dynamischen Stil, der auch die Bewegungen beim Tanz einfängt. Ich achte auf eine lückenlose Dokumentation, die neben Brautstraußwurf und Torte anschneiden auch die kleinen Situationen nicht außer Acht lässt.

Fotobox

Die Fotobox ist und bleibt ein Stimmungsmacher für jede Feier. Gerade bei Hochzeiten wird sie gerne gebucht und bewegt den ein oder anderen Gast zu total abgedrehten Bildern. Im Lieferumfang sind Papp-Dekorationsartikel und Brillen sowie Sprechblasen, die von den Gästen mit Wünschen an das Brautpaar oder mit bekloppten Sprüchen beschriftet werden können.
Da in die Fotobox eine Spiegelreflexkamera eingebaut ist und mit einem professionellen Studioblitz beleuchtet wird, nutzen viele Gäste das Gerät aber auch, um ein neues Portrait für Oma zu Weihnachten zu erstellen. Mehr Infos zur Fotobox gibt es hier.